Nachtrag: Familientragödie in Eutin - aktuelle Ermittlung | 25.11.2009
Eutin. Die am Dienstagmorgen schwer verletzte
69-jährige Ehefrau befindet sich nicht mehr in Lebensgefahr. Sie war am Morgen
des gestrigen Tages vom mutmaßlichen Täter, ihrem eigenen 48-jährigen Sohn,
durch zahlreiche Messerstiche lebensgefährlich verletzt worden.
Der 69-jährige Ehemann erlag noch im
Einfamilienhaus im Eutiner Geschwister-Scholl-Ring seinen Verletzungen.
Noch am gestrigen Vormittag konnte der
48-jährige Tatverdächtige im Eutiner Krankenhaus festgenommen werden. Er hatte
seine kleinen Wunden, die er sich bei einem gescheiterten Selbsttötungsversuch
zugefügt hatte, im Krankenhaus versorgen lassen.
Am Dienstagabend wurde der arbeitslose Mann
durch Beamte der Bezirkskriminalinspektion über mehrere Stunden vernommen. Er
gab in seiner Vernehmung zu, die Tat begangen zu haben. Als Motiv kommt
möglicherweise Verzweiflung über seine Lebenssituation in Betracht.
Der 48-jährige war erst im September wieder
zu seinen Eltern ins Haus gezogen, nachdem er über mehrere Monate im Kölner
Raum als Obdachloser gelebt haben will.
Spezialisten der Kriminaltechnik haben am
Tatort Spuren gesichert und auch mehrere blutverschmierte Messer
sichergestellt. Ein offizielles Gutachten, ob es sich hierbei um die Tatwaffen
handelt, liegt noch nicht vor.
Heute Nachmittag wird der Festgenommene auf
Antrag der Staatsanwaltschaft dem Haftrichter vorgeführt.