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Der 56. Lübecker Presseball im Video | Länge 9:01 | 17.03.2010

Der 56. Lübecker Presseball im Jahre 2010 – völlig persönlich und parteiisch auf den Punkt gebracht: Eine super Veranstaltung. Der neue Veranstaltungsort, das Radisson Blu Senator Hotel hat seinen fünf Sternen alle Ehre gemacht. Bereits das Entrée gelungen: Vor frühlingsblauem Abendhimmel empfangen die Gäste tolle Farbspiele in rot und blau und Fackeln säumen den Wegesrand.  Als Highlight im wahrsten Wortsinn begrüßt die Travemünder Künstlerin Anja Es die Ballgäste feuerspuckender Weise. Mehr als tapfer bei d e n Temperaturen - und den nicht ungefährlichen starken Frühlingsböen.

Und Ball und Ort passen ausgezeichnet zur allgemein deutlich verjüngten Klientel. Frisch und locker kam das gesellschaftliche Großereignis daher, ganz passend zum ausgerufenen Motto „Hinein in den Frühling“.

Und die Gesellschaft feierte bis in die frühen Morgenstunden ausgelassen und gut gelaunt. Kein Wunder, denn das Programm, das der ausrichtende Verein Lübecker Presse, allen voran Geschäftsführerin Claudia Winter auf die Beine gestellt hatte, bot offensichtlich für jeden etwas und war ausgesprochen vielfältig.

Vom Shanty-Gesang Peter Looses in der „Kogge“ über die „Firebirds“ im „Saal Lübeck“, fetzigen Rhythmen mit Max and Friends im Foyer, den Bauchredner Jan Mattheis, Darbietungen der Tanzschule Huber-Beuss, oder die unplugged aufspielenden Valentine and the true believers im „Nautilo“ und (nicht) schlussendlich NDR-DJ Big ben, der die „Wunderbar“ wahrlich rockte - oder wann hat man den Kieler FDP-Fraktionsvorsitzende Wolfgang Kubicki schon mal zu „Nena“ abhotten sehen?!

Dazu kamen die Presseball-Standards, die einfach nicht fehlen dürfen: Casino-Atmosphäre direkt importiert aus Travemünde. (Schade, dass die charmante Leiterin der Spielbank Jessica Barke nicht da war, wohl aber ihr Chef, S-H-Spielbankleiter Matthias Hein, der sich als „Wiederholungstäter“ mit Gattin ebenfalls wunderbar in der „Wunderbar“ amüsierte.)

Auch ein beliebter Standard: die wie immer großzügig und reich bestückte Tombola. Ich bin jetzt beispielsweise stolze Besitzerin eines quasi 600-Dollar-Schreibtischsets, das offensichtlich igendwo hinter China hergestellt wurde... (Keine Sorge, liebes stiftendes Lübecker Bankunternehmen, ich halte dicht!). Und ich hätte mich auch total über einen Picknickkorb der BKK Dräger&Hanse gefreut, zumal BKK-Pressesprecherin Monika Hille versicherte, dass es sich garantiert „um keinen Billigkram“ handele. Mehr Glück hatte Ministeriums-Sprecherin und Namensvetterin Beate Hinse, die eine Steakmesser-Ausrüstung von WMF gewann.


Sieht ja erstmal gut aus...


Aber wtf ist KlebefIEM und ein/e ZeHelbox *kicher*

Aber am meisten Glück hatten ohnehin die drei Glücklichen, die sich über die ausgelobten Hauptgewinne freuen durften: Hans Jürgen Wolter fährt jetzt für ein halbes Jahr ein nagelneues Mercedes E-Klasse-Cabriolet, Christin Gergel freut sich über einen 5000-Euro-Einkaufsgutschein von Möbel Reese und ein wertvolles Perlen-Collier vom Juwelier Mahlberg schmückt nun den Hals von Claudia Owczarz. Am meisten gewonnen hat allerdings der Verein Lübecker Presse. Alle Lose der Tombola wurden verkauft und so dürfen sich sowohl Lübecker Institutionen wie beispielsweise die Telefonseelsorge auf einen weiteren Zuschuss freuen als auch der Zweck der ganzen Sache, nämlich "fröhlich zu feiern und leise zu helfen" weiterhin erfüllt werden. Der Verein hilft Journalisten, die in Not geraten sind. Claudia Winter: "Es gibt erst seit 1958 ein Sozialversicherungsgesetz für Journalisten und es gibt in Lübeck einige ältere Kollege, die beispielsweise durch Krankheit der Frau o.Ä. in große finanzielle Bedrängnis geraten sind - diesen helfen wir!"

Keine Hilfe benötigten indes die Profis, die um 23 Uhr einen  neuen Standard mit einem prächtigen Feuerwerk vor herrlicher Altstadtkulisse setzten: Die „Aaaahs“ und „Oooohs“ der (Zaun-)Gäste hielten noch lange nach. So mancher Altstadtbewohner freute sich über die ungewohnte späte Illumination.

Auch unbedingt als ausgezeichneter Programmpunkt erwähnenswert: Das Buffet, das die Crew rund um die Küchenchefs Wolfgang Meistes und Marcel Naumann auftischten. Meistes, nicht nur an den Töpfen ein Meister, auch in puncto Gelassenheit: „Ich schwanke immer zwischen der Befürchtung zu viel und der Angst, zu wenig zu haben“, sagt dies aber mit einer solchen Ruhe, als würde er täglich 850 Leute auf einmal bewirten. Als wir mit Filmen durch waren, war leider alles schon abgetragen und ich konnte nichts von all‘ den offensichtlich superleckeren kleinen und großen Schmankerl‘n oder gar dem Gegrillten probieren - aber man hörte nur Worte des Lobes. Prima - um Mitternacht gab‘s für die schon wieder (oder immer noch...) Hungrigen einen rustikalen Imbiss in Form von Bratkartoffeln mit Spiegelei oder Hot Dogs. Das Eis-Buffet im Traumschiff-Stil brachte zudem nicht nur zusätzliches Hüftgold, sondern auch Entzückungsausrufe hervor...

Wenig spektakulär fand ich in diesem Jahr ehrlich gesagt die Roben der Damen. Mein persönlicher Favorit, wenn auch nicht in der ausgerufenen Ballfarbe „Blau“: Gemeinnützigen-Chefin Antje Peters-Hirt, die in einem auffallenden Plisee in rot (“natürlich von Henriette K., Hüxstraße!“) viele Blicke auf sich zog. Des Weiteren und einfach immer ein Garant für stilvolle Sexyness: LTM-Geschäftsführerin Andrea Gastager. Dieser Frau kann man wohl auch einen Sack überstülpen und es sieht passend und elegant aus - beneidenswert.

Ansonsten - würde ich mir wünschen, dass man bei manchen Kleidern weniger, nämlich nackte Haut, statt mehr sehen könnte. Und was so überhaupt gar nicht geht - auch wenn man in Momenten der Verzweiflung darüber nachdenkt sind - Jeans. Ein absoluter Fauxpas. Sorry, junge Dame, das ist nicht revolutionär, sondern schlichtweg respektlos.

Das wäre wohl ein Fall für die (ältere) Dame, die an der Garderobe  (zu Recht) das Fehlen eines Spiegels monierte. Großartig, wie der Gatte sie zu beruhigen versuchte: „Liebling, wir sind hier nun mal in der Kleinstadt!“

Nö. So ganz und gar nicht kleinstädtisch präsentierte sich die Allianz der rund 40 Helfer des Vereins Lübecker Presse und das 120-Mann/Frau-Team des Radisson: Freundlich und auf Zack, höflich und bis weit in den Morgen offensichtlich mit Spaß bei der Arbeit, so wünscht man sich mehr Personal in der Servicewüste Deutschland...

Ein weiterer Höhepunkt des Abends: Als Moderatorin Harriet Heise (auch ihr Kleid war im vergangenen Jahr raffinierter) die LN-Sportler des Jahres ehrte: In Vetretung für Sohn Dirk („trainiert in Marokko“) nahm Vater Volker von Zitzewitz den Preis aus den Händen von Schirmherrin und Stadtwerke-Geschäftsführerin Annie Lykke Gregersen entgegen. Die Weitsprung-Weltmeisterin Vanessa Low (19) und SG National-Schwimmer Nils Mollenhauer (16) nahmen ihre Auszeichnungen persönlich entgegen.

Ein wirklich rundum gelungener Abend, auch wenn einige - inklusive Hausherr Rik Brust - dem Theater das „ballwertere“ Ambiente zusprachen. Ich finde, das weniger an Plüsch hat dem Ball in diesem Jahr extrem gut getan. Denn ein wesentlicher Punkt wurde immer wieder gelobt: „Wir sind wieder mehr zusammen“, bringt Ball-Chefin Claudia Winter die Stimmen vieler auf den Punkt. War es im Theater nur zu leicht möglich, quasi über Stunden nebeneinander zu feiern, ohne sich auch nur einmal zu begegnen, war dies ein „Ball der Begegnung“. Also, ICH freue mich aufs nächste Jahr!   BeA Bentien
 

 

 

Autor: LB/BeA


Kommentare

Vorguckgucker 2010-03-15 11:18:29

Voll cool, ganz ganz schön, freue mich schon auf den richtigen Film!!! der "Neue" macht sich ja sehr gut...
E-Mail: info@guck.de

Bets 2010-03-17 12:16:16

Toller Film, also ich finde der "Neue" hat die Probe absolut bestanden und darf ab jetzt mit "der Alte" angesprochen werden. @BeA: kein Wunder, dass die Mikro-Schrauben immer lose sind!!*hehe*
E-Mail: info@HL-1.tv

BeA 2010-03-17 12:18:50

Manchmal muss man seinen Interviewpartner eben statt einem Wink mit dem Zaunpfahl einen Hieb mit dem Mikro geben... *hehe* und "der Neue" is klasse *schwärm*
E-Mail: info@hl-1.tv

Grille 2010-03-17 15:23:44

Sehr gelungener Film, für die Vertonung könnte man trotzdem noch einige Tips loswerden. Bester Sound war aber klar der Mic Klopfer ;)
E-Mail: hansealliance1230@googlemail.com

MAcMic 2010-03-17 15:30:32

wird auch def nachbeArbeitet. - bis auf den schluss *hehe*
E-Mail: info@hl-1.tv
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