Sechs
lange Jahre hat es gedauert, nun ist der Bann endlich gebrochen: Erstmals seit
2004 haben die Zweitliga-Footballer der Lübeck Cougars wieder einen Sieg zum
Saisonauftakt feiern können. Bei den Recklinghausen Chargers holten die
„Berglöwen“ einen knappen aber verdienten 11:6-Sieg.
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Der Ire Darragh Farrell bot in der Defense eine starke Partie (Bolten)
Dabei
setzte es für den Aufsteiger aus dem Ruhrgebiet in seiner ersten
Zweitliga-Partie seit 16 Jahren schnell eine kalte Dusche: Im dritten
Cougars-Angriffspielzug bediente Quarterback Ole Wulf
seinen Bruder Jan über 36 yards zur frühen 6:0-Führung. Kicker Andre Klöhn
erhöhte zum 7:0. Auch die Lübecker Defense erwischte einen Blitzstart.
Angeführt von Nationalspieler Philipp Stursberg setzte sie Chargers-Quarterback
Tobias Schmidt derart unter Druck, dass dieser zunächst einen verlorenen Ball
mit einem Kick aus der Endzone beförderte und dann auch noch in selbiger zu
Boden gebracht wurde: zwei Safetys, einer noch im ersten Viertel, der nächste
im zweiten Spielabschnitt, stellen die 11:0-Pausenführung der Cougars her. „Zu
diesem Zeitpunkt haben wir allerdings bereits drei Touchdowns mit unserer
Offense liegen gelassen“, ärgerte sich Offense Coordinator Mark Holtze über die
teilweise noch mangelnde Abstimmung in seiner Angriffsreihe.
Nach
der Pause drehten die bis dato harmlosen Gastgeber dann auf: Über
US-Runningback Philip Craig marschierten die Chargers in großen Schritten über
das Spielfeld, scheiterten allerdings immer wieder kurz vor der Endzone an der
Lübecker Verteidigung. Nur einmal konnte Craig ganz durchbrechen: Drei Minuten
vor dem Ende tanzte der wendige US-Boy gleich mehrere „Berglöwen“ aus und
stellte den 6:11-Anschluss her. Die anschließende Conversion misslang.
Im
Anschluss entwickelte sich noch einmal ein wahrer Krimi: Während es die
Lübecker Offense verpasste mit einer letzten guten Angriffssequenz den Sack
endgültig zuzumachen, stand die Recklinghausener Angriffsreihe eine Minute vor
Ultimo urplötzlich an der 30-yard-Linie der Cougars. Böse Erinnerungen an die
letzten Jahre wurden im Cougars-Lager wach, als man Spiele auf Messers Schneide
in den Schlusssekunden stets aus den Händen zu geben wusste – dieses Mal
allerdings nicht. Ein ausgespielter vierter Versuch wurde von der fest
zupackenden Lübecker Defense Line gestoppt und sicherte so den ersten Cougars
Sieg zum Ligastart seit sechs Jahren.
„Ich
bin zwar von der Art und Weise des Sieges nicht begeistert – aber ein Sieg ist
ein Sieg. Nächste Woche gegen Düsseldorf dürfen wir uns aber einfach nicht so
viele Fehler erlauben“, meinte Cougars Head Coach Richard Bonds mit Blick auf
das Bundesliga-Heimdebüt am Samstag (17. April/16 Uhr) auf dem Buniamshof.