Waren sehr zufrieden mit der großen Resonanz:
Ulrike Jürgens (von links, Teamleiterin Arbeitgeberservice), Wolfgang Werner
(Vorsitzender der Geschäftsführung
der Arbeitsagentur Lübeck), Susanna Basler-Jensen
(Teamleiterin in der Arbeitsgemeinschaft Lübeck), KarlHermann Paulsen,
(stellvertretender Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft Ostholstein)
Zeitarbeit dient oft Berufseinsteigern aber auch Wiedereinsteigern nach einer –
freiwilligen oder unfreiwilligen – Pause auf den Arbeitsmarkt als Sprungbrett ins
Berufsleben. Sie bietet nicht nur Fachkräften Beschäftigungsmöglichkeiten, sondern
auch Hilfskräften und hat zahlreiche positive Auswirkungen.
„Mit Zeitarbeit können Unternehmen flexibel auf kurzfristige Aufträge und Projekte
reagieren oder Krankheitsausfälle, Urlaubs- und Schwangerschaftsvertretungen
überbrücken. Dabei eröffnen sich auch für Arbeitnehmer Chancen. Untersuchungen
zeigen, dass etwa ein Drittel der Leiharbeiter vom Entleihbetrieb übernommen
werden“, erklärt Wolfgang Werner, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Lübeck.
„Durch die wechselnden Einsätze in verschiedenen Unternehmen kann ein
Zeitarbeitnehmer relativ schnell viele und differenzierte berufliche Erfahrungen
sammeln. Eine gute Möglichkeit gerade für Berufseinsteiger und Arbeitnehmer, die
durch Arbeitslosigkeit, Familienarbeit oder sonstige Gründe ihre Erwerbstätigkeit
unterbrochen haben. Zwei Drittel der in Zeitarbeit tätigen Menschen war vorher ohne
Beschäftigung“, ergänzt Susanna Basler-Jensen, Teamleiterin in der
Arbeitsgemeinschaft Lübeck.
Über 3.000 Besucher kamen zur Jobbörse und führten zahlreiche Informations- und
Bewerbungsgespräche
„Mit dieser Jobbörse sollen auch Berührungsängste abgebaut werden. Zeitarbeit ist ein sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis mit entsprechenden arbeitsrechtlichen Bestimmungen wie jedes andere auch. Es wird ein Arbeitsvertrag abgeschlossen und die Arbeitnehmer haben hinsichtlich Lohnfortzahlung, Urlaubsanspruch, Kündigungsschutz etc. die gleichen Rechte wie jeder andere Arbeitnehmer“, fügt Karl-Hermann Paulsen, stellvertretender Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft Ostholstein hinzu.
Nachdem sich die Zahl der Leiharbeitnehmer im Bezirk der Agentur für Arbeit Lübeck ebenso wie in Schleswig-Holstein zwischen 2003 und 2008 verdoppelt hat, gab es 2009 aufgrund der Wirtschafts- und Finanzkrise einen Rückgang. Ende Juni 2009 waren im Agenturbezirk Lübeck 2.085 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte bei Personaldienstleistern tätig, die meisten davon in Fertigungs - und Dienstleistungsberufen. Zwei Drittel der Zeitarbeiter sind in der Hansestadt Lübeck
gemeldet. Dabei wird der Standort des Zeitarbeitsunternehmens als Arbeitsort des
Arbeitnehmers erfasst. Der tatsächliche Arbeitsplatz beim Entleiher muss jedoch nicht
zwangsläufig im gleichen Ort liegt.
Neben persönlichen Gesprächen gab es auch Informationen an Pinwänden zu offenen
Stellen
Trotz der zunehmenden Bedeutung der Zeitarbeit in den letzten Jahren ist der Anteil
mit 1,6 Prozent an der Gesamtbeschäftigung vergleichsweise gering. Selbst der
Bundeswert von 2,2 Prozent ist im internationalen Vergleich niedrig.
„Die derzeit wieder steigende Nachfrage bei Zeitarbeitsunternehmen ist ein guter
Indikator für die Wirtschaftsbelebung. Zurzeit sind bei uns 500 Stellen von
Zeitarbeitsfirmen gemeldet, 20 Prozent mehr als vor einem Jahr. Gesucht werden
Arbeitskräfte branchenübergreifend vom Elektrobetrieb oder dem Dienstleistungssektor bis zur lebensmittelverarbeitenden Industrie. Aber auch im kaufmännischen Bereich ist die Nachfrage gestiegen. Über 3.000 Besuchern bot sich heute eine Vielfalt an interessanten Möglichkeiten und eine tolle Chance, gleich Kontakte zu knüpfen und so eine Brücke in den Beruf zu bauen“, erläutert Ulrike Jürgens, Teamleiterin Arbeitgeberservice in der Arbeitsagentur Lübeck.
Zeitarbeit, Nr.40