Vor fast genau drei Jahren, am 1. Juli 2007, übernahm sie als Geschäftsführerin die Geschicke von Lübecks größtem Veranstaltungshaus, der Musik- und Kongreßhalle (MuK): Ilona Jarabek. Dass die zierliche 44-Jährige kaum eine Herausforderung scheut, weiß man mittlerweile - Zeit also, sich unseren „7 Fragen an...“ zu stellen.
Die gebürtige Bonnerin mit ungarischen Wurzeln krempelte bei ihrem Antritt vor drei Jahren nicht nur die Ärmel hoch, sondern die MuK auch tüchtig um. Und das sprichwörtlich wie beispielsweise am vergangenen Wochenende, als sowohl Chefin und alle Mitarbeiter das weiße Haus an der Trave von oben bis unten schrubbten.
Nach dem Lehramtsstudium für die Primarstufe an der Universität Münster und einem Magisterstudium der Finnougristik an der Universität Hamburg kam Jarabek 1995 kam Jarabek als Praktikantin in die MuK und leitete bereits zwei Jahre später die Kongressabteilung.
Nach dem Weggang des ehemaligen Leiters Johann W. Wagner, überstandenen Verkaufsabsichten der MuK und kommissarischer Leitung des Hauses ab Februar 2007 hat sie das MuK-Schiff nicht nur in ruhiges Fahrwasser gebracht, sondern kann es mittlerweile auch mit diverse Auszeichnungen schmücken: „Die MuK hat in diesen drei Jahren ihre gesellschaftliche Rolle gefunden. Und der Anspruch, ökologische, soziale und ökonomische Ziele miteinander zu verbinden, ist fest in unserer Unternehmensphilosophie verankert“, sagt Jarabek und verweist auf die kürzlich erhaltene Green Globe Zertifizierung. Das ist der Mutter einer neunjährigen Tochter auch wichtig im Hinblick auf die Finanzen: „Wir wollen ein ökonomisch optimales Ergebnis, auch, um den öffentlichen Haushalt so wenig wie möglich zu belasten.“ So gelang es Jarabek, die von der Stadt vorgegebene Zielvorgabe sowohl für 2008 als auch für 2009 einzuhalten.
Für das neue und erfolgreiche Image der MuK, die sich Jarabek gerne als „modernes Wohnzimmer“ vorstellt, steht auch die Auszeichnung mit dem EVVC-Award für die „Beste Eigenveranstaltung“. Diese erhielt sie für die überaus populäre Veranstaltung des „Rocktower“.
Im Moment ist natürlich die Zukunft der Uni großes Thema in der MuK. Ilona Jarabek bezieht klar Stellung: „Für die Zukunft wünsche ich mir zunächst, dass Uni und Lehre in Lübeck erhalten bleiben. Und Lübeck mit ihrem Flagschiff MuK sich weiterhin zu einer der schönsten und bedeutensten Kultur- und Kongressstädte in einem vernetzten Ostseeraum der kurzen Wege entwickelt.“