In den ersten sechs Monaten des Jahres 2010 wurden im Lübecker Hafen
mit 13,5 Millionen Tonnen 3,2 Prozent mehr umgeschlagen als im
Vergleichszeitraum des Vorjahres (13,1 Millionen). Der Umschlag bei der
Lübecker Hafen-Gesellschaft mbH (LHG) hatte daran einen Anteil von 12,5
Millionen Tonnen, was einer Steigerung von 4,0 Prozent entspricht.
Damit zeigt sich der Lübecker Hafen auf gutem Wege, die massiven
Auswirkungen der Wirtschafskrise langsam zu überwinden. Die beiden Quartale des
ersten Halbjahres 2010 haben jedoch eine unterschiedliche Entwicklung gezeigt.
In den Wintermonaten waren die Umschlagzahlen bei der LHG in etwa gleich mit
denen des Krisenjahres 2009, lagen teilweise sogar noch leicht darunter. Grund
waren unter anderem der harte Winter, der negative Auswirkungen auf die
Warentransporte hatte, sowie ein mehrwöchiger Hafenstreik in Finnland. Im 2.
Quartal verbesserte sich die Lage. So wurden beispielweise im Juni 2010 rund 11
Prozent mehr umgeschlagen als im Vorjahresmonat, im Mai waren es 4 Prozent und
im April 12 Prozent.
Während die Anzahl der bei der LHG umgeschlagenen Trailer und Lkw in
den ersten sechs Monaten des Jahres 2010 mit 361.000 exakt auf dem Niveau des
Vorjahres liegt, stieg die Anzahl der Container um ca. 10 Prozent auf 43.000
Einheiten (64.500 TEU). Auch im für die
LHG sehr wichtigen Papierbereich stieg die Zahl der umgeschlagenen Tonnage
um 16 Prozent auf 1,65 Millionen Tonnen.
Lübeck bleibt damit der mit Abstand größte europäischen Hafen für den Umschlag
von Papier.
Besonders deutlich wird der leichte Aufschwung bei den Ex- und
Import-Pkw, deren Zahlen in 2009 massiv
gesunken waren. Mit 42.000 Einheiten wurden im ersten Halbjahr rund 40 Prozent
mehr umgeschlagen als im Vergleichszeitraum 2009.
Erfreulich ist auch die Zahl der abgefertigten Passagiere, sie stieg um
24 Prozent auf knapp 160.000.
2009 hatte der Lübecker Hafen mit 26,3 Milionen Tonnen rund 17 Prozent
weniger umgeschlagen als 2008.