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Arbeitsagentur: weiterhin positiver Trend auf dem Arbeitsmarkt | 29.07.2010

„Wie in den Vorjahren haben Quartalsentlassungen, Ausbildungsende, Schulentlassungen sowie die beginnende Haupturlaubszeit zu einem saisonbedingten Anstieg der Arbeitslosigkeit geführt. Im Vergleich zum Vorjahr hält der positive Trend auf dem Arbeitsmarkt jedoch weiterhin an. Derzeit suchen viele jüngere Menschen, die sich nach dem Ende ihrer Ausbildung arbeitslos meldeten, einen Arbeitsplatz. Sichern Sie sich rechtzeitig diese gut qualifizierten Arbeitskräfte, die durch ihre Ausbildung flexibel in vielen Bereichen eines Unternehmens eingesetzt werden können. Angesichts der demografischen Entwicklung werden Ihnen später diese Fachkräfte fehlen“, empfiehlt Wolfgang Werner, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Lübeck.
 
Insgesamt waren 18.185 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet, 374 (2,1 Prozent) mehr als im Vormonat und 2.309 (11,3 Prozent) weniger als im Vorjahresmonat. Die Entwicklung fällt in Lübeck und Ostholstein derzeit günstiger aus als im Landesschnitt.
Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen stieg im Vergleich zum Juni 2010 um 0,2 Prozentpunkte auf 8,6 Prozent an. Im Juli 2009 betrug sie 10,0 Prozent. Im Berichtsmonat wurden 1.253 Stellen neu zur Besetzung gemeldet, 307 oder 32,5 Prozent mehr als im Vorjahr.
 
Im Rechtskreis SGB III (Betreuung durch die Agentur für Arbeit) lag die Arbeitslosigkeit bei 4.705, das sind 358 mehr als im Vormonat und 518 weniger als im Vorjahr. Die anteilige SGB III‑Arbeitslosenquote lag bei 2,3 Prozent.
Im Rechtskreis SGB II (Betreuung durch die Arbeitsgemeinschaften) gab es 13.480 Arbeitslose. Das ist ein Plus von 16 gegenüber Juni; im Vergleich zum Juli 2009 waren es 1.791 Arbeitslose weniger. Die anteilige SGB II-Arbeitslosenquote betrug 6,5  Prozent.
 
Arbeitsmarkt Regional
 
Im Vergleich zum Vorjahr ging die Arbeitslosigkeit in allen Regionen zurück. Im Vormonatsvergleich gab es auch in den Bezirken der Dienststellen Neustadt und Oldenburg einen Rückgang, während die anderen Bezirke einen Anstieg verzeichneten.
 
Im Bezirk der Hauptagentur Lübeck stieg die Arbeitslosigkeit von Juni auf Juli um 337 (2,7 Prozent) auf 12.928 Personen an. Das waren 1.556 Arbeitslose (10,7 Prozent) weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug im Juli 10,0 Prozent; vor einem Jahr belief sie sich auf 11,3 Prozent. Dabei meldeten sich 3.077 Personen arbeitslos und gleichzeitig beendeten 2.735 Personen ihre Arbeitslosigkeit. Arbeitgeber meldeten im Juli 912 neue Stellen.
 
Im Bezirk der Arbeitsagentur Eutin waren im Juli 1.892 Arbeitslose gemeldet. Ihre Zahl stieg um 76 oder 4,2 Prozent gegenüber dem Vormonat an und ging um 94 (4,7 Prozent) gegenüber dem Vorjahreswert zurück. Die Arbeitslosenquote betrug im Juli 8,0 Prozent (Vorjahr 8,6 Prozent). Dabei meldeten sich 483 Personen arbeitslos, während gleichzeitig 402 Personen ihre Arbeitslosigkeit beendeten. 66 neue Stellen wurden im Laufe des Monats angeboten.
 
Im Bezirk der Arbeitsagentur Neustadt ist die Arbeitslosigkeit von Juni auf Juli um 16 (1,9 Prozent) auf 831 Personen zurückgegangen. Das waren 230 Arbeitslose (21,7 Prozent) weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug im Juli 5,4 Prozent; vor einem Jahr belief sie sich auf 7,0 Prozent. Dabei meldeten sich 253 Personen arbeitslos und gleichzeitig beendeten 272 Personen ihre Arbeitslosigkeit. Arbeitgeber meldeten im Juli 112 neue Stellen.
 
Im Bezirk der Arbeitsagentur Oldenburg waren im Juli 1.639 Arbeitslose gemeldet. Ihre Zahl ging um 38 oder 2,3 Prozent gegenüber dem Vormonat und um 301 (15,5 Prozent) gegenüber dem Vorjahreswert zurück. Die Arbeitslosenquote betrug 6,7 Prozent (Vorjahr 8,1 Prozent). Dabei meldeten sich 382 Personen arbeitslos, während gleichzeitig 419 Personen ihre Arbeitslosigkeit beendeten. 106 Stellen wurden im Laufe des Monats neu zur Besetzung angeboten.
 
Im Bezirk der Agentur Timmendorfer Strand ist die Arbeitslosigkeit von Juni auf Juli um 15 (1,7 Prozent) auf 895 Personen angestiegen. Das waren 128 Arbeitnehmer (12,5 Prozent) weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 6,1 Prozent (Vorjahr 7,0 Prozent). Dabei meldeten sich 237 Personen arbeitslos und gleichzeitig beendeten 213 Personen ihre Arbeitslosigkeit. Arbeitgeber meldeten im Juli 57 neue Stellen.
 
In der Hansestadt Lübeck waren Ende Juli 11.804 Arbeitslose gemeldet, 281 (2,4 Prozent) mehr als vor einem Monat und 1.348 (10,2 Prozent) weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote stieg gegenüber dem Vormonat um 0,3 Prozentpunkte auf 11,2 Prozent (Vorjahr 12,6 Prozent).
2.636 Arbeitslose und damit 193 (7,9 Prozent) mehr als im Vormonat und 220 (7,7 Prozent) weniger als im Vorjahr waren dem Rechtskreis des SGB III zuzuordnen.
9.168 Arbeitslose wurden bei der Arbeitsgemeinschaft Lübeck geführt. Ihre Zahl nahm innerhalb Monatsfrist um 88 (1,0 Prozent) zu und lag um 1.128 (11,0 Prozent) unter dem Vorjahreswert.
 
Im Kreis Ostholstein waren Ende Juli 6.231 Arbeitslose gemeldet, das waren 79 (1,3 Prozent) mehr als im Juni und 949 (13,2 Prozent) weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote blieb unverändert zum Vormonat bei 6,3 Prozent (Vorjahr 7,4 Prozent).
1.986 Arbeitslose wurden bei den Arbeitsagenturen in Ostholstein im Rechtskreis des SGB III betreut, 157 (8,6 Prozent) mehr als im Juni und 295 (12,9 Prozent) weniger als vor einem Jahr.
Bei der Arbeitsgemeinschaft Ostholstein (Rechtskreis SGB II) waren 4.245 Arbeitslose gemeldet, das waren 78 (1,8 Prozent) weniger als im Vormonat und 654 (13,3 Prozent) weniger als vor einem Jahr.
 
Bestand an Arbeitslosen und Arbeitslosenquoten nach Kreisen

Juli 2010

Kreis
Berichts-monat
Veränderung zum
Arbeitslosenquoten
in % bezogen
auf alle zivilen
Erwerbspersonen

Vormonat
Vorjahres-
monat


absolut
in %
absolut
in %
Ber.-monat
Vor-monat
Vorj.-monat

1
2
3
4
5
6
7
8

Flensburg
5.439
169
3,2
-233
-4,1
12,5
12,1
13,2

Kiel
13.493
448
3,4
-288
-2,1
10,8
10,4
11,2

Lübeck
11.804
281
2,4
-1.348
-10,2
11,2
10,9
12,6

Neumünster
4.770
292
6,5
139
3,0
11,9
11,2
11,7

Kreisfreie Städte
35.506
1.190
3,5
-1.730
-4,6
11,3
10,9
12,0

Dithmarschen
5.260
249
5,0
-740
-12,3
8,1
7,7
9,4

Herzogtum Lauenburg
6.241
171
2,8
-273
-4,2
6,4
6,2
6,8

Nordfriesland 1)
5.243
40
0,8
-453
-8,0
6,5
6,4
7,2

Ostholstein
6.231
79
1,3
-949
-13,2
6,3
6,3
7,4

Pinneberg
9.841
267
2,8
-1
0,0
6,2
6,0
6,3

Plön
3.854
138
3,7
-332
-7,9
6,1
5,9
6,6

Rendsburg-Eckernförde
8.128
441
5,7
-110
-1,3
6,1
5,7
6,2

Schleswig-Flensburg 1)
8.302
342
4,3
-27
-0,3
8,8
8,5
8,9

Segeberg
7.602
254
3,5
-268
-3,4
5,5
5,3
5,7

Steinburg
4.329
223
5,4
110
2,6
6,4
6,1
6,3

Stormarn
5.263
96
1,9
-159
-2,9
4,4
4,4
4,6

Kreise 1)
70.294
2.300
3,4
-3.202
-4,4
6,3
6,1
6,6

 
 
Bestand nach Agenturbezirken

Agentur für Arbeit
Berichts-monat
Veränderung zum
Arbeitslosenquoten
in % bezogen
auf alle zivilen
Erwerbspersonen

Vormonat
Vorjahres-
monat


absolut
in %
absolut
in %
Ber.-monat
Vor-monat
Vorj.-monat

1
2
3
4
5
6
7
8

AA Bad Oldesloe
11.287
256
2,3
-427
-3,6
5,4
5,3
5,7

AA Elmshorn
16.401
576
3,6
-1
0,0
6,1
5,9
6,2

AA Flensburg 1)
18.140
530
3,0
-705
-3,7
8,7
8,5
9,2

AA Heide 1)
6.046
262
4,5
-756
-11,1
8,0
7,7
9,2

AA Kiel
20.144
707
3,6
-610
-2,9
8,4
8,1
8,7

AA Lübeck
18.185
374
2,1
-2.309
-11,3
8,8
8,6
10,0

AA Neumünster 1)
15.597
785
5,3
-124
-0,8
7,0
6,7
7,1

Schleswig-Holstein 1)
105.800
3.490
3,4
-4.932
-4,5
7,4
7,1
7,8

Regionaldirektion Nord 1)
279.510
3.630
1,3
-21.611
-7,2
8,7
8,6
9,4

 
 
Ausbildungsmarkt
 
Selbst kurz vor Ausbildungsbeginn haben sowohl Bewerber als auch Betriebe noch gute Möglichkeiten. Seit Beginn des Beratungsjahres im Oktober 2009 nahmen 1.581 (+7,1 Prozent) Bewerber die Ausbildungsvermittlung der Agentur für Arbeit Lübeck in Anspruch, 401 (-9,9 Prozent) suchten Ende Juli noch eine Stelle.
Von den Betrieben wurden 2.457 (+8,3 Prozent) Ausbildungsstellen gemeldeten. Davon waren Ende Juli 2010 noch 543 (-8,0 Prozent; rund 62 Prozent in Dienstleistungsberufen und 35 Prozent in Fertigungsberufen) zu besetzten. Rechnerisch kamen damit 1,4 noch offene Stellen auf einen unversorgten Bewerber (Vorjahr 1,3).
Gute Chancen bestehen zum Beispiel in Ernährungsberufen wie Back- und Konditorwarenhersteller/-in, in Berufen des Hotel- und Gastgewerbes wie Koch/-in, Hotelfachmann/-frau oder Restaurantfachmann/-frau, in hauswirtschaftlichen Berufen oder Reinigungsberufen.
Offene Ausbildungsstellen aus Lübeck sowie Ostholstein und auf Wunsch auch aus anderen Regionen gibt es unter www.arbeitsagentur.de und der Auswahl JOBBÖRSE.
 
Autor: Agentur für Arbeit/Nommensen


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