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Blog

Hier besprechen die HL-1.tv-MacherInnen BeA Bentien, Lutz Bentien und Bets Scholmeyer die großen Kleinigkeiten des alltäglichen (lübschen) Lebens – Senf dazugeben ist ausdrücklich erwünscht. Aber bitte immer hübsch höflich bleiben!
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23.08.2010 BLOG - Delaunch, noch 8 Tage & irgendwie Schweinkram
BeA - So, die letzte Woche in unserem schönen Büro in der Hüxstraße bricht an, ich renne ‘rum wie ein kopfloses Huhn und kann mich nicht entscheiden, welche der 3256 Fitzel- und Großaufgaben ich zuerst angehen soll.

Eines steht schon mal fest: Hätte ich diesen Delaunch nicht gemacht, hätte ich nie erfahren, wie beliebt wir sind (in diesem Fall stimmt „hätte hätte - Herrentoilette“ mal nicht).  Nach wie vor trudeln die Kondolenzien hier ein und selbst die überlokale Presse berichtet. Wobei der Begriff "aufgeben" nichts mit dem zu tun hat, was wir hier gerade machen, aber danke für die Aufmerksamkeit! Schön auch, dass bei den Harley Days an diesem Wochenende unser Film vom vergangenen Jahr auf Großbildleinwand gezeigt wurde - da w i r ihn im Archiv nicht mehr finden - können wir bitte eine Kopie haben?!

Und - es gibt nicht nur bereits erste Werbeinteressenten für eine neue Seite, sondern gleich einen Interessenten, der die ganze Seite kaufen will - aber dann wäre es ja nicht mehr das, was von euch so geschätzt wird, oder?! We will see, zunächst kommt die Hardware, das bedeutet: Bis nächste Woche müssen hier die Möbel raus, zum Glück haben alle eingestellten Sachen bei ebay schon Interessenten gefunden. Dann bleibt „nur noch“ die Büroübergabe, vor der mir zugegebenermaßen graut. Im letzten Gespräch mit unserer Vermieterin hörte ich so unschöne Dinge wie „...komplett streichen, haben Sie ja unterschrieben...“ Nach nur einem Jahr Mietzeit wäre das schon hart.

Aber - meine allergrößte „Sorge“ ist im Moment noch der Abtransport unseres Riesenregals, hoffentlich klappt das bis zur Übergabe. In Ermangelung eines Zollstocks haben wir das Riesending zunächst mit dem (30cm-)Typometer abgemessen, bis Bets Bürofee sich netterweise als „personal Maßstab“ zur Verfügung stellte. Die Formel der Maße des Regals sind also: „Eine Handlänge höher als ich, und für die Länge muss man mich zweimal flachlegen“. Wisst' ihr Bescheid, ne?!

Schön auch der Dialog mit dem Sessel abholenden Kollegen @Olliblue. Auf meine freundliche, aber mit Nachdruck gestellte Frage „Soll‘ ich dir denn einen ‘runterholen???“ (nämlich einen Müllsack aus dem Büro oben...) entstand bei den zahlreichen Passanten in der Hüxstraße betretenes Schweigen - während wir kurzfristig einem Lachkollaps zum Opfer fielen.

Wie wahr - wie wahr:
Mein toller BeA-Kalender weiß' Bescheid:
 

Im Juli wird Wirtschaftlichkeit diktiert = Delaunch



Der August steht im Zeichen der Innovation, yessss



Ja, huch, was steht denn da bei September *hehe* (oder fehlt da nur ein "r" ?!)
18.08.2010 petzBLOG - Übermütige Teens oder "Hey, Luis schwing dein Teil!" ♪♫♬♫♬ (8 comments)
BeA - 1.43h in der Früh, den letzten Tweet getwittert (Nachti @SeewolfDE)  das Lichte gelöscht und das Schlafgemach aufgesucht. Rasch noch mal das Fenster geöffnet - doch statt des erwarteten frischen Luftzugs wehen Stimmen an mein Ohr. Oh, Teenie-Treff gegenüber auf dem Parkplatz des Sportplatz Dornbreite, sind ja Ferien...
 
Nun. Ich bin NICHT Journalistin geworden, weil ich so unneugierig bin, zudem wurde mir ob Lautstärke und deutlichen Flaschengeklirrs etwas Bange um unsere Autos in der Straße. Ich so *lauschlausch* und mich die nächsten 12 Minuten königlich darüber amüsiert, wie die Viertelstarken offenbar mit ihren sekundären Geschlechtsmerkmalen und diversen Rauchartikeln hantierten.


Kinder, ich hätte euch doch 'nen Flaschenöffner gegeben, ich war doch noch wach!

Es kam noch besser.
 
Musste ich mich bis dahin mit Ton begnügen, wurde jetzt das Bild eingeschaltet. Einer der Teens kommt aus dem Dunklen, geht über die Straße - und köpft eine Bierflasche an unserem Zaun (so geil - und ich hänge direkt über ihm aus dem Fenster *gröhl*), nimmt einen tiefen Schluck, murmelt, lallt, trinkt wieder, spuckt einen Schwall auf das bedauernswerte Nachbarauto und ermutigt „Luis“, doch jetzt auch aus dem Schatten zu kommen.
„Luis“, der gerade der Welt verkündet hatte, dass er „sooo Lust hätte, nackt durch die Gegend zu laufen“ lässt sich nicht lange bitten und tritt ebenfalls auf die Straße.

Auf dem Mittelstreifen hält ihn bzw. seine Hose dann offensichtlich nichts mehr. Mit selbigen in den Knien, bekomme ich einen deutlichen und direkten Blick auf das, was da, öh, hoffentlich noch irgendwann wird. Vielleicht spürt er intuitiv meine leichte Enttäuschung, denn im Folgenden gibt's jetzt eine explizite kleine „Ich schwing hier meinen Pillermann“-Vorführung. Großartig. Unerreicht. Wird leider aprupt von einem ankommenden „Hans Ratzeburg“-LKW beendet, da haben die Jungs vielleicht auch Angst bekommen, schlafende Trucker zu wecken *hehe*:

In der Hoffnung, dass dies nicht das Ende der Vorstellung war, hab‘ ich dann schnell meine Kamera geholt. Vielleicht hätte „Luis“ ja auch gerne einen Abzug von dieser großartigen Aktion fürs Familienalbum gehabt?!
Aber ach. Meine Ungeduld und meine gute Laune haben den Plan leider vereitelt. Als „Luis“-Kumpel zum zweiten Mal eine Flasche auf diese charmant rustikale Art an unserem Zaun öffnet, geht der Blitz los und verschreckt die plötzlich so scheuen Jugendlichen.
Meine freundliche Einladung, dass jetzt, wo ich in aller wunderbaren Präzision schon seinen Sch*** gesehen hätte, wir doch auch einmal reden könnten (Luis, gewöhn' dich schon mal dran, Frauen wollen immer reden - ob du ihn rausholst oder nicht!) wird leider nicht angenommen.
 
DAS, und NUR das, lieber „Luis“ und Konsorten, ist letztlich der Grund, warum IHR NIE nach einem Date mit einer meiner Töchter fragen müsst. 
Pech für euch, schniedelschwingende Memmen.
13.08.2010 BLOG - Delaunch, Tag 5 - Von Dankbarkeit und Sesselpupsern (2 comments)
BeA - Leicht geplättet, meine Lieben. Ist schon spannend, was der Delaunch für Reaktionen - und NICHT-Reaktionen auslöst. Zum einen melden sich Leute, von denen man es niiiie gedacht hätte, mit zauberhaften Durchhalteparolen und Respektsbezeugungen, zum anderen hört man kein Sterbenswörtchen von Leuten, die - naja, halt die alte „es trennt sich Spreu von Weizen“-Geschichte... Wobei die positiven Erlebnisse absolut überwiegen!

Ein Curiosum übrigens, das wir schon früher beobachtet haben: Seit wir twittern und ich privat facebooke laufen leider d o r t die meisten Kommentare und kaum noch auf unserer Seite selbst, das ist echt schade, denn so bekommen die, die nicht twittern oder nicht mit mir bei FB befreundet sind, gar nichts davon mit und es ist teilweise wirklich lesenswert...

Stand der Dinge

Also für meine Figur ist der Delaunch ein Segen, für meine Nerven nicht *grins* Ein Teil des Mobiliars ist bereits in gute Hände gekommen, so wie‘s aussieht, schmücken u.a. demnächst die HL-1.tv-Palmen Büroräume im Rathaus (bitte gut pflegen, bis ich in 20 Jahren Bürgermeisterin bin, ja? Danke!) Und in den Sessel „Akropolis“ pupst künftig ein Kollege (oder besser nicht).


Irgendwie wird mir der Stuhl fehlen, aber es trainiert ja ungemein...

Drei Filme haben wir noch auf dem Schneidetisch: liebe Wiebke, liebe WAK und liebe BKK Dräger&Hanse - die kommen auf jeden Fall noch! (Und auch hier noch mal aufgrund der Nachfragen: JA, wir stehen auch weiterhin für Aufträge zur Verfügung.)

Ganz ganz ganz (also ganz *hehe*) besonders möchte ich mich bei @UAZwoNull bedanken, der sich direkt auf unseren Delaunch-Blog als „lustiger Programmierer“ zur Verfügung und bereits eine neue Seite erstellt hat. wiegeilisdasdenn?? Besonders schön daran sind auch die Dialoge von Admin zu Admin, die ich in cc bekomme und genauso gut auf serbokroatisch verfasst sein könnten. Beispiel gefällig:

...“ mysql / mysqldump
- vi
- WinSCP
SQLite wird von einem Wordpress-Plugin benötigt, das ich für das Caching vorgesehen hatte. Ohne SQLite ließ sich das nicht aktivieren auch wenn memcached verwendet werden sollte. Da aber memcached nicht verfügbar ist, ist das Plugin und somit SQLite“...

Hauptsache, i h r kommt klar, Jungs :)


Falls jetzt noch jemand Zeit und Lust hat, mir einen Crashkurs in wordpress zu verpassen (da war doch mal was? @Paddy ;) bitte melden, als Lohn könnte ich ewige Dankbarkeit, Kaffee, diverse Büromöbel und zwei Pressemitteilungen nach Wunsch anbieten. 
11.08.2010 VIDEO We delaunch HL-1.tv: Büromöbel for sale & to verschenk! (1 comment)
BeA - So, hier nun die versprochene Dokumentation der Büromöbel, die wir im Rahmen unseres Delaunch abzugeben haben. Bei Interesse meldet euch in der Redaktion, Einiges ist auch schlichtweg zu verschenken. Hier habe ich einige der Sachen zudem fotografiert, da es ja leider bei einigen immer noch Schwierigkeiten gibt, die Filme abzuspielen.

Also, we have:
 

Drucker, Fax, Kopierer von Brother MFC -9420CN, zwei Jahre alt, funktionuckelt.


Lampen "Kvart", davon haben wir 7 Stück.


Architektenlampe von IKEA, haben wir 4 Stück abzugeben.


Sessel auch von Staples, weiß nicht genau welcher, kann ich aber nachliefern.


Sessel von IKEA, 2 Stück, einer ist schon ein bisschen "lädiert":





Tisch, ach?!

Akropolis Steel 02 CY von Staples.

Leichte Gebrauchsspuren.

Tischplatten von IKEA mit Beinen von BAHR. Ist einen Hauch wackelig, aber wir haben da zwei Jahre prima dran gearbeitet-- 4 Stück haben wir. Papierkörbe auch.
 


Grooooooßes Holzregal (IKEA) mit vielen Jahren auf den Latten, die Schubladen sind ziemlich durch, aber - praktisch.

Geschmeidiges Ensemble: Papierkorb aus Kunststoff und Garderobenständer, beides aus einem schwedischen Möbelhaus.


Stuhl auch von IKEA. Können wir zwei Stücker von anbieten (und Mario bekommt eeendlich seine tolle orange Decke, unser geliebtes Tonstudio) wieder

Zudem gibt's einen Staubsauger, Cocktailsessel und Geldbaum zu verschenken. Und wir haben noch eine Philips MP3-CD Soundmaschine, zwei "Kofferradios", Grünpflanzen, Telefone (Siemens Gigaset S670-S675), Speedport W 701V etc etc.
Um auf dieser Seite Videos anschauen zu können, benötigen Sie den Adobe Flash Player
11.08.2010 BLOG - Delaunch, Tag 2 (2 comments)
BeA - Es ist wirklich unglaublich herzerwärmend und entzückend, welche Reaktionen wir via Facebook, mail und Twitter auf unseren Delaunch erhalten. Ganz besonders freue ich mich über Kollegen der anderen Medien, die fernab jedes Konkurrenzdenkens ihr Bedauern mitteilen - das finde ich toll und zeigt mir einmal mehr, dass wir nicht allzuviel falsch gemacht haben *hehe*
 
Leider musste der "BLOG Delaunch, Tag 1" mit dem versprochenen Büromöbel-Film gestern ersatzlos gestrichen werden, denn:
ich wurde beim Filmen des Büros soo rührselig, dass ich direkt danach zu den bald Lieblings-Ex-Nachbarn vom VAI stürzte, um meine Nostalgie in ein Glas Weißwein zu stürzen. Bei netten Gesprächen mit Chef Dirk Sikorski und Künstler Falko Behrendt kamen alsbald noch zwei Gläser mehr auf leeren Magen dazu und das Ende vom Lied sind eine riesige Schramme auf dem Unterarm (da bin ich wohl zu nah an irgendeiner Hecke lang gefahren oder mich haben Außerirdische angegriffen und ich hab's zum Glück nicht mitbekommen) und zuhause sofortiges Einnehmen einer horizontalen Position mit Verharren in selbiger bis heute morgen... Den Film gibt's aber heute im Laufe des Tages noch!
 
JETZT habe ich nicht nur Mordsdurst *grins* sondern auch gleich ein Date mit Ulrich - stellt' euch vor, er hat sich tatsächlich als "lustiger Programmierer" zur Verfügung gestellt, der sich die Seite einmal ansieht. Auch wenn das vielleicht nicht klappt (also er gar nicht so lustig ist *hihi*) - allein das Angebot ist schon toll, danke!
 
Ich bin irgendwie voll im Michael-Jackson-Modus: I love u all *zwinker*
09.08.2010 BLOG - Delaunch by HL-1.tv (17 comments)
Relaunch = Neustart eines Projekts
Delaunch = Runterfahren eines Projekts mit implizierter Möglichkeit eines anschließenden RElaunch *grins* (Copyrigt by HL1tv)






Was bisher geschah...

Nach fast 20 Jahren im lokalen Journalismus als Redakteurin beim Heimatblatt war es vor zwei Jahren Zeit, eine bereits länger gärende Idee in die Tat umzusetzen: Ein lokales Videoportal. Die Idee war: Nachrichten, Reportagen & Unterhaltung angelehnt am Print, ausgeführt im Film. Nö, das Rad haben wir nicht neu erfunden, aber für Lübeck war es neu und unser Slogan „...bewegtes Lübeck“ sollte sich alsbald umsetzen.

Nachdem die Kamera auf den ersten Lokalterminen zunächst skeptisch, dann immer erfreuter betrachtet wurde, stiegen auch die Nutzung und Verbreitung lokaler Videos bei den anderen lübschen Medien geradezu sprunghaft an. Einige haben es schnell wieder gelassen, andere, wie beispielsweise besagtes Heimatblatt, wo sich bis dato „irgendwo hinten“ eine Handvoll Videos versteckten, pimpten ihre Angebote und haben heute sogar ein „Videocenter“.

Und noch mehr hat sich bewegt. Angeregt durch unseren Sender initiierte beispielsweise die Lübecker Wirtschaftsakademie einen Kursus „Assistent für Stadtfernsehen“, in dem bis heute an die 100 Medienmenschen eine Zusatzqualifikation erhielten, zudem gibt es ab Herbst eine Berufsausbildung „Mediengestalter in Bild und Ton“.

Ein bisschen stolz sind wir auch, dass wir einem neuen Lübecker Online-Magazin so gut gefallen haben, dass es sich nicht nur unsere Typographie, sondern auch unsere Farben und unser Logo zum Vorbild genommen hat...

Leider -

wurden und werden wir als 1,5-Frau-Team schlichtweg überollt von den Bedarfen, auf unserer Seite stattzufinden

noch mehr leider -

hält dieser große Bedarf mit der Bereitschaft, das Unternehmen auch wirtschaftlich zu unterstützen, in keiner Weise mit.


Unvergessen in diesem Zusammenhang der Anruf eines Dräger-Mitarbeiters (natürlich während der Arbeitszeit), dem 30 Euro für einen Mitschnitt des Presseballs zu teuer waren  („Meine Lebensgefährtin meint das auch!“) Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen: 30 Euro sind für neun Stunden (Nacht-)Arbeit von zwei Leuten „nicht angemessen“. Das ist nur e i n Beispiel...

Gleichzeitig wurden und werden wir überschwemmt mit Pressemitteilungen, für die zu bearbeiten wir eigentlich einen Vollzeitkraft einstellen müssten. Aber der schnelle (und unredigierte) Umsatz von Pressemitteilungen war nie unser Ziel, das können andere „besser“.


Statusmeldung

Fast 300 Filme, 5154 Artikel, Unmengen an Fotos, eine zerbrochene und eine erstarkte alte Freundschaft, Tausende von Euronen Investment, einige tausend Euronen Schulden, viel viel viel Spaß und viel viel viel Arbeit später:

Knapp 3000 Seitenaufrufe am Tag, PageRank 4, durchschnittliche Verweildauer sagenhafte sieben Minuten (lokale Verweildauer sogar 12 Minuten !)


Wo die Reise hingeht

-weiß man nicht so genau.
Ich will mich erstmal entmüllen, reduzieren, auf den Punkt kommen. Der (leicht verzweifelte) Versuch, allen irgendwie wenigstens ein bisschen gerecht zu werden, führt unweigerlich zu Frustration auf beiden Seiten.

Derzeit lösen wir das Büro in der Innenstadt auf. Morgen stelle ich hier Fotos von Schreibtischen und Lampen etc. rein, vielleicht hat ja einer Bedarf, ansonsten stehen die Sachen ab 15. auch bei ebay. Keine Bange, die Kamera behalten wir natürlich und wir sind auch nach wie vor buchbar für Aufträge...

Die Seite wird zunächst ebenfalls weiter bestehen. Leider haben wir uns seinerzeit mit dem (teuren *seufz*) extra für uns erstellten cms ein Bein gestellt. Die Seite ist für uns selbst nicht umbaubar, und so auch nicht mehr zu benutzen. Ich möchte sie gerne so gestalten, dass wir den Blog (der erfolgreichste Part unserer Seite) weiterhin haben und ein Fenster mit einem Zufallsgenerator, in dem unsere Filme gezeigt werden (wäre ja schade drum). btw: Ist hier zufällig ein lustiger Programmierer unter den Usern, der gerade nichts zu tun hat?!  Die Idee ist zudem, für jeden Film zu einem geringen Preis einen Sponsor zu finden, der den Film präsentiert.

Ab sofort nehmen wir zudem konsequent nur noch Pressemitteilungen mit, die wir auch selbst für (unsere Zielgruppe) interessant halten. Ich würde gerne für unsere Redaktion den Slogan der Heimatzeitung verändert übernehmen wollen: Unabhängig, überparteilich aber voll parteiisch...


Zeit für Dankesworte
Leute - ihr seid super! Was ich in den zweieinhalb Jahren an Unterstützung, Zuspruch und Motivation bekommen habe, ist unfassbar. Daher ist mir auch nicht bange um die Zukunft. Einer Person (außer meinem Mann, der mir Vollwahnsinnigen unverbrüchlich die Stange hält ;) möchte ich hier aber noch ganz besonders danken: Sie war von Anfang an dabei, und hat bis heute mitgezogen, durchgehalten, immer konstruktiv, immer positiv, und ein großer Teil des Erfolges von HL1tv ist definitiv IHR zu verdanken: Danke, Bets, meine Bürofee!

Also:
Nun eben Delaunch. Wir drehen den Spieß quasi um - ist ja mittlerweile fast langweilig Start-ups beim Starten zuzugucken... Jetzt könnt ihr mal bei einem „Stop up“ zusehen ;) Eventuell hat er eine oder andere noch eine gute Idee, Bitte, Kritik - dann immer her damit...
 
30.07.2010 petzBLOG - Restaurantbesuch des Grauens (9 comments)
BeA - Jahaa, soo schlimm war es denn doch nicht, aber --
 
Da trifft man sich nach langer Zeit mit Lieblingsfreundin. Ein besonderer Abend, eine schöne Location. Am - o.k., auf dem Wasser (mehr sag' ich nicht, da bleibt in HL ja Einiges ;)

Eigentlich von Anfang an zum Scheitern verurteilt: Bereits im (engen) Eingang drängelt sich eine der Kellnerinnen an mir vorbei. I c h - zum Glück gut gelaunt - habe dann immerhin "Hallo" gesagt.
 
Am Tisch angekommen, fühle ich mich gleich wie zuhause. Mit e i n e m Unterschied: Auch bei uns kann man zwar genauestens ablesen, wer was wann und wo gegessen und/oder getrunken hat - allerdings findet man keine Aschehäufchen. Das war mal eine hübsche Abwechslung.
 

Dies ist: ein "attraktiver Indoor-Restaurant-Bereich mit Cucina Italiana und ausgesuchten Weinen". 
 
Bange machen gilt nicht und im Taumel der Wiedersehensfreude erfolgt Akt II: die Bestellung:

1 Espresso
1 Merlot
1 Vino rosso
2 mal Tagliatelle mit Entenbrustgedöns

Die Bestellung des Vino Rosso Tetrapacko gestaltet sich überraschend kompliziert. Der Kellnerin ist der Hauswein zunächst kein Begriff und dass er auch noch an erster Stelle in der Speisekarte steht, scheint eher Fragen aufzuwerfen als sie zu klären.
 
Ok. Weiter. Wir so sabbel sabbel.
 
Rotwein kommt. Espresso fehlt. Rotwein zu warm. Definitiv zu warm. Espresso kommt hinterhergetrudelt. Zu kalt.  Espresso akzeptiere ich. Rotwein reklamiere ich. Freundlich - immer noch gut gelaunt.
 
Und jetzt mal auf der Zunge zergehen lassen. Auf meine Reklamation sagt die uns zu betreuende Servicekraft wörtlich:
"Ja - und WAS soll ICH da jetzt machen?!" *ingenaudiesemTon*
 
Als ich meine Sprache wiedergefunden habe, schlage ich ihr vor, mir entweder einen neuen Wein oder den Chef zu holen. Sie lässt nicht locker. Offenbar ist das liebe junge Ding ernsthaft um die Sensitivität meiner Geschmacksknospen besorgt. Und so fragt sie meine Freundin, ob IHR Wein denn ETWA AUCH ZU WARM SEI???? *ingenaudiesemTon*
 
D a s können wir allerdings gar nicht ernsthaft testen, denn in der Freundins Wein übt gerade eine fröhliche Fruchtfliege eifrig für das Seepferdchen (oder kämpft ums Überleben).
 
Persönlich beleidigt pflückt das Fräulein die zwei Weinamphoren vom Tisch und stampft von dannen. Wohl damit es in der Zwischenzeit nicht gar so leer auf unserem Tische wird, lässt sie netterweise nicht nur u n s e r e n Aschenbecher stehen, sondern stellt schnell auch noch einen vom Nachbartisch dazu. Zusammen mit dem Brotkorb bilden diese dann ein reizendes Ensemble, das uns glücklicherweise während des gesamten Essens erhalten bleibt.


Dialog von Aschern an Brot.
 
Jetzt mal ernsthaft. Vielleicht mag ja ein Gastronom antworten:
Die Kellnerin sagte auf meine Bitte um einen anderen ROTwein, die stünden "alle draußen".
 
Kann ein Rotwein, der (derzeit) draußen UND offen IN einem Barbereich NEBEN einer Küche steht, überhaupt die richtige Temperatur haben?!

 

Ja. Sorry. Das war meine Schuld. Ich wollte eigentlich u n s e r e Kellnerin treffen, aber dann grätschte die Nachbarserveuse in den Fluch...

*PS Liebste P., es war dennochunddeswegen ein ausnehmend unterhaltsamer & schöner Abend.

27.07.2010 BLOG - Loveparade 1998 (2 comments)
BeA - Im Sommer ’98 fuhr ich mit Freundin Ank nach Berlin zur Loveparade, unter anderem als Ablenkung von einer kurz zuvor statt gefundenen Trennung. Die ganze Stadt vibrierte, tänzelte, ein einziger fröhlicher Ausnahmezustand.

Vor dem offiziellen Veranstaltungsbeginn ein absolut irrer Zufall. In einer Kneipe auf dem Ku‘damm: Ank geht zur Toilette, kommt wieder und sagt: „Ich hab ihn ja nie gesehen, aber da vor dem Männerklo steht dein amerikanischer Ex-Freund!“ Unfassbar - eine Million Menschen und Ank hatte Travis tatsächlich in zwei Jahren nie zu Gesicht bekommen - und er war es. Trotz Trennung große Freude, irgendwann ging‘s dann entspannt los in einer großen Gruppe zur Parade.

Die Gruppe wurde durch die einfallenden und immer konzentrierter werdenden Horden bald auseinanderdividiert, Ank und ich blieben zusammen. Tausende, Abertausende Menschen groovten gemeinsam auf der Straße zum Platz, wo die „Kundgebung“ stattfinden sollte.
Es wurde immer voller, immer enger, aber da wirklich alle gut gelaunt waren, war das zunächst kein Problem. One Nation under a groove. Irgendwann stauchten die Paradewagen die Menge noch mehr zusammen, Ank und ich wechselten erste besorgte Blicke, denn nun war schon kein Platz mehr da, um einen Arm auszustrecken und ich bekam kurz richtig Schiss wegen der riesengroßen Wagen, die sich nur mit Zentimetern Abstand an uns vorbeischoben.

Wenige Minuten später realisierte ich, dass ich ab sofort nicht mehr in der Lage war, mich selbstständig zu bewegen. Ich WURDE bewegt. Die Menge hatte uns so dermaßen eingekeilt, dass es unmöglich war, sich dem entgegenzustellen, Ank und ich fassten uns an den Händen, ein Blick in ihre Augen zeigte mir spiegelbildlich meine beginnende Panik.

Und dann ging es los. Schockwellen gingen durch die Menge. Nicht den Hauch einer Chance, Ank festzuhalten. Ein letzter Blick, eine Hand in der Luft, weg war sie. Ich wurde von allen Seiten gedrückt und gleichzeitig geschoben, eine Kraft, die da auf mich einwirkte, Hände, Rücken, Arme, Beine, keinerlei Chance, zu jemanden direkt (Augen-)Kontakt aufzunehmen, es war nur noch eine einzige Masse Mensch.

Mich packte ein irrsinniger Überlebens(!)drang, ich begann, meine Beine nach oben zu nehmen, versuchte verzweifelt irgendwie eine Geschwindigkeit zu entwicklen, die mich über diese Masse brachte. Es rettete uns der offene Tiergarten (?), ein einziges schiebendes drängelndes riesengroßes Knäuel an Menschen, das schier explodierte, irgendwo an der Peripherie hatten andere zum Glück die leichten Absperrgitter niedergetreten, und alles rannte rannte rannte. Ich auch, musste man, denn sonst hätte die Menge m i c h überrannt.

Am Rand, wo es eigentlich ruhig war, und die Leute gar nichts mitbekommen hatten, aber nun in Sekundenschnelle die totale Action durch unsere flüchtende Menge ausbrach, bin ich über einen Rollstuhl gesprungen! Ein junger Mann saß darin, ich sehe seinen Blick noch heute. Ich bin kaum die Bohne sportlich und es ist mir bis heute ein Rätsel, wie mir das jemals gelingen konnte. Für Geld würde ich das nicht schaffen.

Ich bin dann circa 5 Stunden durch Berlin zurück zu unserem Auto auf dem Ku‘damm gelaufen, ich habe kilometerweite Umwege gemacht, um jede Menschenmenge zu vermeiden. Eine Stunde später kam auch Ank endlich am Auto an, eine weitere Stunde verbrachten wir schweigend sitzend, bis wir dann nach Lübeck zurückfuhren. Ich glaube, auch da haben wir kaum geredet.

Tagelang habe ich recherchiert, was da eigentlich genau passiert war. Klar, es war nur ein winziger Teil der Parade, die ’98 glaube ich, das erste Mal die Millionen-Grenze geknackt hatte, aber es MÜSSEN Hunderte, wenn nicht Tausende mitbekommen haben. Nichts, kein Ton, kein Wort. Das einzige erwähnte Vorkommnis war eine Messerstecherei, die aber nur sekundär mit der Loveparade zu tun hatte. Erst heute, im Zusammenhang mit der Duisburger Tragödie schrieb irgendwo einer in einem Kommentar von genau diesem Erlebnis.

Er schreibt auch, dass er bis heute Probleme mit Menschenmengen hat. Ich auch. Und nicht nur das. In mir steigt bereits Panik auf, wenn sich ein (Auto!) Stau abzeichnet. Vorne und hinten „eingekeilt“, keine Fluchtmöglichkeit - das ertrage ich nur noch mit geschlossenen Augen. Und das, obwohl die Geschichte zwölf Jahre her und mir damals nicht einmal ernsthaft etwas passiert ist. Wofür ich heute n o c h dankbarer bin. Und am dankbarsten bin ich wahrscheinlich, dass meine Töchter noch zu klein sind, um ein solches Event mitzuerleben...

Mein Beileid für die Opfer und deren Angehörigen. Meine Wut für die Verantwortlichen. Unfassbar.

22.07.2010 BLOG- Urlaub, Tag 4, Rest 3 (1 comment)
BeA - Mit "Idyllestarre" lässt sich der gegenwärtige Zustand am ehesten beschreiben.
 
 
Urlaub, sich mal ordentlich die Seele schaukeln. Großartig.
 
Durch kleine Tücken im ausländischen Alltag wird man aber wenigstens daran erinnert, in  welchem Land man sich gerade befindet (falls man es trotz der an fast jedem Haus hier aufgezogenen Landesflagge vergessen sollte): Die skandinavischen Länder erkennt man daran, dass ich mir in Norwegen morgens gerne halbfette Dickmilch in den Kaffee gieße, in Schweden ist es meistens Himbeerjoghurt. Warum haben die aber auch Milcharten- und Joghurtkartons in einer Vielzahl, die bei uns nur Staubsaugerbeutel oder Scheibenwischer erreichen?!
Des Weiteren habe ich bereits erste Souvenirs im örtlichen Supermarkt erstanden: neben den obligatorischen schwarzen Clogs fanden auch zwei lustig getupfte Spülbürsten und eine Orchidee zu einem vermeintlich sagenhaften Schnäppchenpreis ihren Weg in mein Rückreisegepäck.
 
Drei Stängel (ans ä kann ich mich btw nicht gewöhnen) für 25 schwedische Kronen. Das entspricht ca. zwei Euronen. Während ich noch ernsthaft überlegte, wo verdammt der Haken an der dermaßen billigen Pflanze ist, tippt die Kassiererin auch schon ein: 125 Kronen. DAS, Leute ist ein richtig guter Trick, den ich künftig auch bei unseren Rechnungen anwenden werde. Wird in den AGB als "schwedische Klausel" vermerkt: Die erste Ziffer künftig nur noch in 0,2 Prozent Vollton grau ;))
 

Und dann auch noch ein Etikett in suggerierendem Schnäppchen-rot, vollfies (ich freu ich trotzdem, is schon o.k.  ICA in Borrby!)


19.07.2010 BLOG - Urlaub, Tag 1.
Urlaub, Tag 1
BeA - Endlich ist sie da, die lang ersehnte Woche Jahresurlaub und endlich hat man mal Zeit für die w i r  k li c h wichtigen Dinge im Leben: Zum Beispiel den (Gastfamilie-)Töchtern zeigen, dass es neben Quantenphysik, Latein und Triathlon auch andere lohnenswerte Beschäftigungen wie bsp. diese gibt:


Wir sind übrigens in Schweden, sieht man vielleicht ein bisschen schlecht?!


Die (Gast-)familie hat sich heute aufgemacht zum Kiviks marknad, dem größten schwedischen Dom (im Sinne von Kirmes). Das geht drei Tage, aber nur am ersten kommen die Einheimischen, dann wird das Feld den zahlreichen Touristen überlassen. Ich spare mir heute den lautmalerischen Lokalkolorit - denn um den unten abgebildeten Aufenthaltsort zu verlassen, müsste man mir mindestens Zuckerwatte in den Nationalfarben plus Symbol anbieten---

In diesem Bild haben wir ca. 47 Sitz- und Liegemöglichkeiten versteckt. Naa, findest du Sie?

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