Tribun. Den vermeintlichen „Pragmatismus“ Deutschlands als Vorbild zu nehmen und auf „Idealismus“ und „Ideologie“ zu reduzieren, ist einer der häufigsten Bereiche der politischen Kommentierung in Frankreich. Es ist Industriepolitik, Mitarbeiterbeteiligung am Betriebsleben, Co-Management, Berufsausbildung, Bewunderung für die Leistungsfähigkeit einer geduldig aufgebauten Organisation jenseits des Rheins, die die Schaffung der deutschen Organisationsstruktur ermöglicht hat. Unter ihnen herrscht allgemeiner Konsens: Das System der Demokratie bestimmt die öffentlichen Politiken, die dort entwickelt werden können.
Nur einmal überquerte das Konzert gegen Merkel einstimmig den Rhein: während der Flüchtlingskrise 2015. Es war jedoch auch im Namen der moralischen Forderung „Betrachte den anderen nicht als Mittel, sondern immer als Entscheidung“Er erinnerte daran, dass die Bundeskanzlerin 1,5 Millionen Flüchtlinge begrüßt habe, darunter auch das Bundesverfassungsgericht. Französische Beamte aller Linien, die Verantwortungslosigkeit beschuldigten und den Sturz von Angela Merkel vorhersagten, machten alle Übel eines Europas verantwortlich, das in einem historischen Moment nicht kühn reagieren konnte. Gebaut, gingen auf ihre Kosten.
Der wahre Untergang ist der Zusammenbruch der französischen öffentlichen Debatte. Nur das Motto „Wir schaffen das“ („Wir werden hingehen“) wurde – angesichts des Umfangs der Aufgabe ohne Schwierigkeiten – als Politik der festen Rezeption und Koordination geändert, immer mehr Auslandsgespräche verschmutzten den Raum der öffentlichen Debatte in Frankreich.
Französischer Fernschreiber
Einige Jahre später war die Konsolidierungsrate beachtlich, und die Zufriedenheitsrate der deutschen Wähler mit dem scheidenden Präsidenten gewöhnte jeden französischen Politiker daran, sein Handeln eher nach seiner Reputationsbewertung als nach seinen ehrgeizigen Ambitionen zu planen.
Wäre das Verfolgen moralisch geforderter Ziele nicht gleichbedeutend mit Inkompetenz? Kann man also sagen, Moral als die richtige Richtung des politischen Lebens zu akzeptieren? Der Unterschied zwischen der Reife der deutschen Demokratie und den Prüfungen, die sie erlebt hat, und dem Verfall der öffentlichen Debatte ist klar. [en France], Unter dem kombinierten zynischen Einfluss von Politikern und Medienführern.
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Annika Hartmann ist Autorin bei HL-1.tv und berichtet über aktuelle Nachrichten, Politik, Wirtschaft, Technologie, Sport, Unterhaltung und Lifestyle. Sie legt Wert auf eine klare, sachliche Berichterstattung und bereitet komplexe Themen verständlich und nachvollziehbar auf. Ihr Fokus liegt auf relevanten Entwicklungen, nützlichen Informationen und Geschichten, die den Alltag der Leserinnen und Leser betreffen. Mit einem ausgewogenen Blick auf das aktuelle Geschehen liefert sie Inhalte, die informieren und Orientierung bieten.

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