Nach den schweren Überschwemmungen in Westdeutschland im Jahr 2021 müsse Deutschland seine Kreditvergabe zur Finanzierung des Wiederaufbaus im Jahr 2024 nicht einstellen, sagte der Grünen-Abgeordnete Sven-Christian Kindler vor einer Sitzung des Haushaltsausschusses des Bundestags am Donnerstag.
Laut der am Dienstag vom Finanzministerium veröffentlichten vorläufigen Haushaltsrechnung für das vergangene Jahr stehen Deutschland 6,3 Milliarden Euro (6,9 Milliarden US-Dollar) mehr zur Finanzierung des diesjährigen Haushalts zur Verfügung als erwartet.
Ein Teil dieses Geldes könnte für einen 2021 nach dem Hochwasser im Ahrtal eingerichteten Sonderfonds verwendet werden, für den in diesem Jahr 2,7 Milliarden Euro bereitgestellt wurden.
Dies bedeutet, dass eine Aussetzung des Schuldenmoratoriums des Landes, das darauf abzielt, die Staatsverschuldung einzudämmen, in diesem Jahr nicht notwendig sein wird.
Eine weitere Änderung: Herr Kindler sagte, die deutsche Koalitionsregierung werde die Bundesagentur für Arbeit (BA) nicht zwingen, zwischen 2024 und 2027 insgesamt 5,2 Milliarden Euro für Gelder zurückzuzahlen, die sie während der Corona-Krise erhalten habe.
Die dreigliedrige Koalition von Präsident Olaf Scholes gab im Dezember nach wochenlangen Verhandlungen nach einem Urteil des Verfassungsgerichts, das die Finanzen der Regierung lahmlegte, eine Einigung über die Hauptpunkte eines Haushaltsentwurfs für 2024 bekannt. Seitdem wurden jedoch einige Änderungen an der Vereinbarung vorgenommen.
Herr Kindler sagte, die Koalition halte trotz des Widerstands der Landwirte an ihren Plänen fest, die Steuergutschrift für Agrardiesel schrittweise zu reduzieren.
Am Donnerstag findet eine Sitzung des Haushaltsausschusses des Bundestags statt, die den letzten Schliff für die Finanzplanung für 2024 geben wird und voraussichtlich am Abend zu Ende geht.

Annika Hartmann ist Autorin bei HL-1.tv und berichtet über aktuelle Nachrichten, Politik, Wirtschaft, Technologie, Sport, Unterhaltung und Lifestyle. Sie legt Wert auf eine klare, sachliche Berichterstattung und bereitet komplexe Themen verständlich und nachvollziehbar auf. Ihr Fokus liegt auf relevanten Entwicklungen, nützlichen Informationen und Geschichten, die den Alltag der Leserinnen und Leser betreffen. Mit einem ausgewogenen Blick auf das aktuelle Geschehen liefert sie Inhalte, die informieren und Orientierung bieten.

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