März 2, 2024

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Deutschland und Marokko: Debatten für eine grüne Wasserstoffpipeline

Deutschland und Marokko: Debatten für eine grüne Wasserstoffpipeline

Zwischen Deutschland und Marokko zeichnet sich eine bedeutende Zusammenarbeit ab, da Thyssenkrupp-Chef Miguel Lopez neue Wasserstoffpipelines zwischen Marokko und Südeuropa fordert. Der Bericht, der vor dem Hintergrund der steigenden Wasserstoffnachfrage in Deutschland erscheint, wurde von der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ) und der Tageszeitung Le Matin du Sahara et du Maghreb veröffentlicht.

Miguel López betonte die entscheidende Bedeutung dieser Pipelines für die Deckung des enormen Wasserstoffbedarfs Deutschlands, insbesondere im Zusammenhang mit der grünen Stahlproduktion in Duisburg. Er sagte, dass das neue Werk von Thyssenkrupp viel Wasserstoff benötigen würde. Die Anlage nutzt Wasserstoff zur Gewinnung von Sauerstoff aus Eisenerz und ist das Herzstück des Produktionsprozesses von grünem Stahl, einer ökologischen Alternative, die nach und nach konventionelle Produktionsmethoden ersetzt.

Um jedoch in den vollen Genuss der öffentlichen Förderung zu kommen, muss das Unternehmen die Quote für den Einsatz von grünem Wasserstoff einhalten, andernfalls wird der Zugang zu diesen Mitteln eingeschränkt. Thyssenkrupp Steel ist daher bestrebt, seine Energiepartner weltweit zu diversifizieren, um diesen Bedarf zu decken.

Dieser strategische Ansatz ist besonders wichtig, da Marokko laut einem Bericht des Weltwirtschaftsforums eines von sechs Ländern in der MENA-Region mit erheblichem Potenzial im Wasserstoffsektor ist. Marokko spielt neben Ägypten, Katar, Oman, Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten eine Schlüsselrolle bei der Entwicklung kohlenstoffarmer Energie in der Region.

Diese Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Marokko rund um grünen Wasserstoff unterstreicht die wachsende Rolle erneuerbarer Energien und die stetige Entwicklung der internationalen Beziehungen, die den Weg für eine stärkere Zusammenarbeit zwischen diesen beiden Ländern im Bereich grüner Energie ebnet.