Oktober 1, 2022

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Angesichts einer Energiekrise schaltet Berlin die Lichter von Denkmälern aus

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Der mehr als fünfmonatige Krieg in der Ukraine hat die Welt in eine neue Energiekrise gestürzt. In Europa ist Deutschland besonders gefährdet. Um Berlin zu helfen, haben sich die EU-Länder diese Woche verpflichtet, den Gasverbrauch bis nächsten März um 15 % zu senken. Aber die Deutschen sind besorgt, und das Land ergreift auch auf lokaler Ebene Maßnahmen. In Berlin werden die Fassaden historischer Denkmäler jetzt nachts beleuchtet.

So wird beispielsweise die Fassade des Berliner Doms nachts nicht mehr beleuchtet. Gleiches gilt für das Rathaus der Hauptstadt, das Schloss Charlottenburg oder die Siegessäule. Insgesamt seien 200 symbolträchtige Denkmäler involviert, 200.000 Kilowattstunden Strom würden eingespart, versicherten die Behörden der Hauptstadt.

Oft müssen symbolische Handlungen, zumal sie menschliches Eingreifen erfordern, durch das Gebäude hindurch gebaut werden, um es nutzen zu können.

Kurzfristig wird es keine finanziellen Einsparungen geben, aber im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine. Es ist wichtig, mit unserer Energie so sorgsam wie möglich umzugehen “, sagt ein gewählter Umweltexperte der Stadt Berlin.

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Andere Großstädte haben Energiesparprogramme angekündigt und die Regierung ermutigt Unternehmen und Privatpersonen, ihren Energieverbrauch zu senken.

Da Deutschland immer noch ein Drittel seines Gases aus Russland bezieht, ist es den von Moskau verhängten Gaskürzungen ausgeliefert. Ab diesem Mittwoch, dem 27. Juli, ist die Nord Stream-Gaspipeline nach Europa nur mit 20 % ihrer Kapazität in Betrieb, was die europäischen Länder daran hindert, so viel Gas zu speichern, wie sie möchten, bevor der Winter einsetzt.

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