August 14, 2022

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In Deutschland Hochspannung in Ökostromnetzen

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Sorin (Deutschland) (AFP) – Hartmut Lindner, der seit fünfzehn Jahren gegen ein Projekt für eine Hochspannungsleitung in einem Naturschutzgebiet wenige Kilometer von Berlin entfernt kämpft, beharrt: „Aber uns gefallen diese Pfähle nicht.“

Das Großprojekt sieht vor, zwischen den Städten Berdykov und Nieuhgen rund um die deutsche Hauptstadt Leitungen mit einer Kapazität von 380 kV statt kleiner Masten von mehr als 115 km Länge zu verlegen.

Ziel: Transport erneuerbarer Energie aus Windkraftanlagen aus Norddeutschland in die Region.

Doch die aktuelle Route kreuzt das Biodiversitätsreservat Schorfheide-Chorin bei Berlin, in dem „tausende von Vogelarten leben, von denen einige vom Aussterben bedroht sind“. Die Größe dieser dreistöckigen Türme „gefährdet sie“, sagte AFP. Lindner verspricht, er habe 2008 gegen den Plan gekämpft.

Nach Jahren öffentlicher Konsultationen und Debatten verurteilt die Septuaginta die „fehlende Reaktion“ des Energiekonzerns 50Hertz und wirft ihm vor, seine Pläne nicht zu ändern.

Etwas später in diesem Jahr konnte mit den Arbeiten begonnen werden.

-Nord nach Süd –

Diese Kontroverse unterstreicht die Herausforderung der radikalen Energiewende in Deutschland. Auf die Gefahr hin, den Trend zu kohlensäurefreier Energie zu verlangsamen, lehnen immer mehr Bewohner die Installation von Strommasten in der Nähe ihrer Häuser ab.

Um seine Klimaziele zu erreichen, muss das Land sein Netz für den Transport erneuerbarer Energien wirklich deutlich ausbauen und die vollständige Abschaltung der Atomkraft bis 2022 sowie die Stilllegung von Kohlekraftwerken kompensieren.

„Das Problem ist, dass im Norden massiv Windstrom produziert wird, während im Süden viele Bedarfe, vor allem der Industriebedarf, liegen, dieser Strom also über neue Netze transportiert werden muss“, erklärt FPko-Institut-Experte AFP Dierk Bauknecht. Forschungsinstitut.

Strommasten für 380kV-Leitungen (noch nicht installiert) bei Golzow am 3. Dezember 2021 in Deutschland John McDougall AFP

Nordlink, Sudlink … Mehr als hundert neue Stromanschlüsse hat die Bundesregierung in den letzten Jahren mit einer Gesamtlänge von „12.000 Kilometern“ in Betrieb genommen, so die Zahlen des Wirtschaftsministeriums an AFP.

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Die neue Koalition aus Sozialdemokraten, Ökologen und Liberalen, die diese Woche ihr Amt angetreten haben, will das ehrgeizige Ziel von 80 % erneuerbarer Energie in der Stromerzeugung bis 2030 erreichen. Derzeit 40 bis 50 %.

-Sehr langsam-

Aber die Installation dieser neuen Netze sei wegen „Prozessen“ und „lokalen Widerständen“ „sehr langsam“, sagt Dirk Bagnect.

Laut einer Studie des Energietarifvergleichers Check24 soll das deutsche Netz bis 2021 um 120 km mit neuen Leitungen erweitert werden, also weniger als ein Drittel des Jahres 2020.

Umweltschützer Hartmut Lindner vor einem Plakat gegen die Verlegung von 380-kV-Leitungen am 3. Dezember 2021 in Seiftenhütte, Deutschland
Umweltschützer Hartmut Lindner vor einem Plakat gegen die Verlegung von 380-kV-Leitungen am 3. Dezember 2021 in Seiftenhütte, Deutschland John McDougall AFP

Dirk Bachnecht glaubt, dass Deutschland „seinen Sinn im Hinblick auf den Klimawandel verlieren wird“, wenn nichts zur Beschleunigung der Bewegung unternommen wird.

Um dieses Problem zu lösen, haben die Behörden im vergangenen Jahr ein vereinfachtes Verfahren eingeführt, das einige Verwaltungsverfahren einschränkt und die Beschwerdemöglichkeiten im Rahmen der Überprüfung von Projekten einschränkt.

Doch in der Nähe von Berlin gelang Anwohnern um Hartmut Lindner in diesem Sommer mit Hilfe des Umweltverbandes Nabu ein juristischer Erfolg: eine kurzzeitige Bauunterbrechung auf einem Teil des nördlich gelegenen Projekts. Entscheidung über natürliches Gleichgewicht, Qualifizierung steht noch aus, voraussichtlich nächstes Jahr.

Um die Biodiversität zu schützen, fordern sie die Justiz, die Leitung woanders oder durch ein „U-Bahn-Netz“ zu führen.

Diesmal lehnte eine Siedlungsgesellschaft ab, da sie es für zu teuer hielt.

Von AFP kontaktiert, reagierte 50Hertz nicht.

Auf den Feldern, wenige Kilometer von Hartmut Lindners Haus entfernt, stehen heute große Türme.

Umweltschützer Hartmut Lindner am Fuße eines unvollendeten Strommastes am 3. Dezember 2021 in der Nähe von Kolchow, Deutschland
Umweltschützer Hartmut Lindner am Fuße eines unvollendeten Strommastes am 3. Dezember 2021 in der Nähe von Kolchow, Deutschland John McDougall AFP

Er kämpft ständig um die Feuchtgebiete, in denen sich Vögel in der Ferne versammeln können. „Wir müssen diesen einzigartigen Ort schützen“, fordert er.

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