Januar 29, 2023

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Der Umsatz mit Bio-Produkten ging 2022 erstmals zurück

2022 ist der deutsche Markt für Bio-Produkte erstmals in seiner Geschichte geschrumpft. Der Umsatz mit Bio-Produkten ging zwischen Januar und Oktober 2022 um 4,1 % zurück. Der Volumenrückgang betrug 5,7 %. Der Umsatz soll weiterhin 15 Milliarden Euro erreichen, 2,7 Milliarden mehr als 2019. Und das bedeutet, dass der Bio-Markt in der ersten Corona-Krise 2022 ein sehr starkes Umsatzwachstum von 22 % aufrechterhalten kann.

Nach Daten der GfK werden die Discounter 2022 die Gewinner des Trends sein, „billigere“ Bio-Produkte zu kaufen. Zwischen Januar und Oktober stieg der Umsatz mit Bio-Produkten um 14,5 %. Am Rande blieben die organischen Verkäufe unverändert. In den Naturkost-, Fach- und Direktmarketing-Läden ging sie dagegen stark um 20 % zurück (AMI-Angaben nach GfK-Angaben).

Viele Bio-Produkte sind mit einem Rabatt billiger oder teurer, aber es ist klar, dass das Preisimage den Konsum mehr antreibt als die tatsächliche Kenntnis des Preises. Nachdem beispielsweise Aldi im Juni 2022 über Nacht den Preis für Bio-Milch um 50 % erhöht hatte, waren die Preise für Bio-Milch im Sommer und September in Discountern und Lebensmittelgeschäften höher als in Naturkostläden.

Die organische Umwandlungsaktivität blieb im Jahr 2022 schwach. Dies half, die Erzeugerpreise zu stabilisieren, und es gab sogar Preiserhöhungen für einige wichtige Bio-Produkte. Beispielsweise werden die Preise für Weizen, Roggen und Hafer im Jahr 2022 voraussichtlich um mehr als 20 % und die Preise für Futterweizen um 17 % steigen. Die Erzeugerpreise für Bio-Milch stiegen um mehr als 20 % von 51 auf 62 Cent/kg, die Preise für Schweinefleisch um 9 % und die Preise für Rindfleisch um 8 %. Für ältere Kühe stagnieren die Erzeugerpreise. Bei der Rechtschreibung war ein weiterer Abwärtstrend zu beobachten.

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Der Markt für Bio-Eier schrumpfte, was die Legehennenherde reduzierte. Daher müssen die kurzfristigen Aussichten für den ökologischen Landbau im Jahr 2023 sorgfältig bewertet werden. Wenn sich die Wirtschaft jedoch erholt oder sich die Einkommen der Verbraucher konsolidieren, ist mit einer Belebung der Nachfrage zu rechnen.

Quelle: Deutscher Bauernverband

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