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Deutschland: Bundesbank erwartet weiterhin leichtes Wachstum im 2Q – 22.05.2024, 14:43 Uhr

Die deutsche Wirtschaft werde im zweiten Quartal voraussichtlich wieder leicht wachsen, getragen vom privaten Konsum, während das verarbeitende Gewerbe hinterherhinke, teilte die Deutsche Bundesbank am Mittwoch mit.

Das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Europas größter Volkswirtschaft „sollte im zweiten Quartal 2024 wieder leicht steigen“, nachdem es im ersten Quartal eine stärker als erwartete Erholung von 0,2 % verzeichnet hatte, schrieb die Bundesbank in ihrem monatlichen Bulletin.

Die Verbesserung in Deutschland kommt aus dem Dienstleistungssektor, wo die Spieler nach einer um 0,3 % geringeren Leistung im letzten Quartal des Jahres 2023 „ihre Erholung fortsetzen“ dürften, sagte das Unternehmen.

„Diese Situation könnte sich ausweiten und verschärfen, wenn die ersten Impulse vom privaten Konsum zurückkommen“, war zu Jahresbeginn noch zögerlich.

Erläuterung: Die Kaufkraft der Haushalte verbessert sich aufgrund steigender Löhne, eines starken Arbeitsmarkts und sinkender Inflation.

In der Industrie könnten sich energieintensive Sektoren wie Chemie und Stahl „moderat erholen“, was für frischen Wind nach dem Aufschwung nach dem Ende der guten russischen Gaslieferungen sorgt.

Da sich die Auftragsbücher jedoch nur schwer füllen, sagte die Bundesbank, dass in der Branche noch keine nachhaltige Erholung zu verzeichnen sei.

Die Krise könnte sich noch verschärfen: Gesamtmetall, die Interessenvertretung der Metallindustrie, warnte am Dienstag vor einem „Beginn von Entlassungen“ in Deutschland, wo die Arbeitsbedingungen laut ihrem Chef Stephen Wolf „schlechter“ seien.

In einem Interview mit den Zeitungen der Funke-Gruppe warnt er davor, dass „in den nächsten drei bis vier Jahren“ 40.000 bis 50.000 Arbeitsplätze verloren gehen werden, weil sich deutsche Hersteller von ihrem Standort entfernen und verstärkt im Ausland investieren.

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Herr. sagt Wolff.

Abschließend sagte die Bundesbank, es gebe „immer noch keine Anzeichen einer deutlichen Erholung“ im Baugewerbe, das einen milden Winter hinter sich ließ, aber immer noch unter hohen Kreditzinsen und Kostensteigerungen leidet.

Im April erhöhte die Bundesregierung ihre Wachstumsprognose für das laufende Jahr von 0,2 % auf 0,3 %.

Damit würde Deutschland im Vergleich zu den großen Industrieländern am Ende zurückbleiben.